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FreeBSD Sicherheit

Einführung

Diese Webseite gibt Einsteigern und erfahrenen Benutzern Hilfestellungen zum Thema Sicherheit. Bei FreeBSD wird Sicherheit groß geschrieben: Wir arbeiten ständig daran, das Betriebssystem so sicher wie möglich zu machen.

Inhalt

Weitere Ressourcen:

Sicherheitsprobleme melden

Melden Sie Sicherheitsprobleme in FreeBSD direkt an das Security-Team oder, falls eine höhere Vertraulichkeit erforderlich ist, PGP-verschlüsselt an das Security-Officer-Team (verwenden Sie dazu den öffentlichen PGP-Schlüssel des Security Officers). Wenn Sie ein Problem melden, geben Sie bitte folgende Informationen an:

  • Eine Beschreibung des Sicherheitsproblems,
  • welche FreeBSD-Versionen betroffen sind,
  • wie das Problem umgangen werden kann und
  • wenn möglich, reichen Sie bitte auch eine Fehlerbehebung ein.

Der Security-Officer oder ein Mitglied des Security-Officer-Teams wird Sie ansprechen, nachdem Sie ein Problem gemeldet haben.

Der FreeBSD Security-Officer und das Security-Officer-Team

Damit Sicherheitsprobleme schnell bearbeitet werden, wird die E-Mail an das Security-Officer Alias an drei Personen ausgeliefert: den Security-Officer, den Deputy-Security-Officer und ein Mitglied des Core-Teams. Zurzeit werden E-Mails an <security-officer@FreeBSD.org> an die folgenden Personen geliefert:

Colin Percival <cperciva@FreeBSD.org> Security-Officer
Simon L. Nielsen <simon@FreeBSD.org> Deputy-Security-Officer
Robert Watson <rwatson@FreeBSD.org> FreeBSD Core-Team, Release-Engineering,
TrustedBSD-Project, Experte für Sicherheitsarchitektur

Der Security-Officer wird vom FreeBSD Security Team (<secteam@FreeBSD.org>), einer von ihm ausgewählten Gruppe von Committern, unterstützt.

Umgang mit Informationen

Generell veröffentlicht der Security-Officer nach einer angemessenen Zeit alle Informationen über ein Sicherheitsproblem. Die Zeitspanne erlaubt eine sichere Analyse und die Behebung des Sicherheitsproblems und dient auch zum Testen der Korrektur sowie der Koordination mit anderen Betroffenen.

Der Security-Officer wird einen oder mehrere der Administratoren des FreeBSD-Clusters über Sicherheitsprobleme informieren, die Ressourcen des FreeBSD Projects bedrohen.

Der Security-Officer kann weitere FreeBSD-Entwickler oder externe Entwickler hinzuziehen, wenn dies zur Beurteilung oder Lösung des Sicherheitsproblems notwendig ist. Ein diskretes Vorgehen verhindert die unnötige Verbreitung des Sicherheitsproblems. Alle hinzugezogenen Experten handeln entsprechend den Richtlinien des Security-Officers. In der Vergangenheit wurden Experten wegen ihrer immensen Erfahrungen mit komplexen Komponenten des Systems, wie dem FFS, dem VM-System und dem Netzwerkstack, hinzugezogen.

Wenn gerade ein Release erstellt wird, kann der FreeBSD Release-Engineer ebenfalls über das Sicherheitsproblem und dessen Ausmaße unterrichtet werden. Damit können fundierte Entscheidungen über den Ablauf der Release-Erstellung und die Auswirkungen der Sicherheitsprobleme auf das kommende Release getroffen werden. Auf Anfrage gibt der Security-Officer nur die Existenz des Sicherheitsproblems und dessen Schwere an den Release-Engineer weiter.

Der Security-Officer arbeitet eng mit anderen Organisationen zusammen. Dazu zählen Dritthersteller, die Quellcode von FreeBSD benutzen (OpenBSD, NetBSD, DragonFlyBSD, Apple und andere Hersteller, die Software auf Basis von FreeBSD vertreiben, sowie die Linux-Vendor-Security Liste) und Organisationen, die Sicherheitsproblemen und Sicherheitsvorfällen nachgehen, beispielsweise das CERT. Oft haben Sicherheitsprobleme Auswirkungen, die über FreeBSD hinausgehen. Sie können auch (vielleicht weniger häufig) große Teile des Internets betreffen. Unter diesen Umständen wird der Security-Officer andere Organisationen über das Sicherheitsproblem informieren wollen. Wenn Sie das nicht wünschen, vermerken Sie das bitte explizit beim Einreichen eines Sicherheitsproblems.

Besondere Anforderungen an den Umgang mit den eingereichten Information müssen ausdrücklich angegeben werden.

Wenn die Veröffentlichung des Sicherheitsproblems mit dem Einsender und/oder anderen Lieferanten abgestimmt werden soll, so muss dies ausdrücklich beim Einreichen des Problems angegeben werden. Ist dies nicht vermerkt, legt der Security-Officer einen Zeitplan für die Veröffentlichung des Problems fest. Der Zeitplan berücksichtigt die möglichst schnelle Veröffentlichung und die zum Testen von Lösungen benötigte Zeit. Wenn das Problem schon in öffentlichen Foren (wie Bugtraq) diskutiert wird und ausgenutzt wird, kann der Security-Officer einen anderen als den vorgeschlagenen Zeitplan verwenden. Dies dient dem maximalen Schutz der Benutzergemeinde.

Eingesendete Sicherheitsprobleme können mit PGP geschützt werden. Auf Wunsch werden die Antworten ebenfalls mit PGP geschützt.

Unterstützte FreeBSD-Versionen

Der FreeBSD-Security-Officer gibt Sicherheitshinweise für verschiedene FreeBSD-Entwicklungszweige heraus: Die -STABLE-Zweige und die Sicherheits-Zweige. Für den -CURRENT-Zweig werden keine Sicherheitshinweise herausgegeben.

  • Die -STABLE-Zweige haben Namen wie RELENG_7. Auf diesen Zweigen erstellte Versionen tragen Namen wie FreeBSD 7.0-STABLE.

  • Jedes FreeBSD-Release besitzt einen Sicherheits-Zweig. Die Tags der Sicherheits-Zweige haben Namen wie RELENG_7_0. Die daraus gebauten FreeBSD-Versionen tragen Namen wie FreeBSD 7.0-RELEASE-p1.

Sicherheitshinweise für die FreeBSD-Ports-Collection werden auf der Seite FreeBSD VuXML veröffentlicht.

Jeder Zweig wird vom Security-Officer nur für eine begrenzte Zeit gewartet. Die Zweige werden in Klassen eingeteilt, die den Wartungszeitraum bestimmen:

Early-Adopter
Releases aus dem -CURRENT-Zweig werden für mindestens 6 Monate nach Erscheinen des Releases gewartet.
normal
Releases aus einem -STABLE-Zweig werden für mindestens 12 Monate nach Erscheinen des Releases gewartet.
erweitert
Ausgewählte Releases werden für mindestens 24 Monate nach Erscheinen des Releases gewartet.

Die Einteilung und Wartungsenden der momentan unterstützten Releases finden Sie in der folgenden Tabelle. Die Spalte Wartungsende gibt den frühest möglichen Zeitpunkt an, an dem ein Zweig aus der Wartung läuft. Beachten Sie, dass die Zeiträume verlängert werden können, aber nur besondere Umstände dazu führen, dass ein Zweig vorzeitig aus der Wartung genommen wird.

Zweig Release Klasse veröffentlicht Wartungsende
RELENG_5 - - - 31. Mai 2008
RELENG_5_5 5.5-RELEASE erweitert 25. Mai 2006 31. Mai 2008
RELENG_6 - - - 31. Januar 2010
RELENG_6_1 6.1-RELEASE erweitert 9. Mai 2006 31. Mai 2008
RELENG_6_2 6.2-RELEASE normal 15. Januar 2007 31. Mai 2008
RELENG_6_3 6.3-RELEASE erweitert 18. Januar 2008 31. Januar 2010
RELENG_7 n/a n/a n/a letztes Release + 2 Jahre
RELENG_7_0 7.0-RELEASE Normal 27. Februar 2008 28. Februar 2009

Ältere Releases werden nicht mehr gepflegt. Benutzer solcher Releases sollten dringend auf eine oben aufgeführte unterstützte Release aktualisieren.

Die Hinweise werden an die folgenden FreeBSD-Mailinglisten versendet:

  • FreeBSD-security-notifications@FreeBSD.org
  • FreeBSD-security@FreeBSD.org
  • FreeBSD-announce@FreeBSD.org

Eine Liste aller bisher veröffentlichten Sicherheitshinweise findet sich auf der Seite FreeBSD Security Advisories.

Die Hinweise werden immer mit dem PGP-Schlüssel des FreeBSD-Security-Officers signiert und gemeinsam mit den zugehörigen Patches auf dem Server http://security.FreeBSD.org/ in den Unterverzeichnissen advisories sowie patches archiviert.